Dr. Dastan Jasim vom GIGa Institut für Nahost-Studien referierte über „Antifemitismus als Staatsprojekt: Frauen, Nation und rechte Mobilisierung in der Türkei“ und stellte in verschiedenen Facetten dar, wie Frauen als „Mütter der Nation“ und als Feindbilder dämonisiert werden und wie dies über die transnationalen Verflechtungen auch in Deutschland wirkt. Frauen werden dabei als unverzichtbare Stützen des Systems gesehen. Frauen werden aber auch als Gefahr gesehen, dies fokussiert vor allem auf Kurdinnen, die sich politisch engagieren. Dr. Funda Hülagü Demirbilek von der Universität Marburg schloss mit einem Vortrag über „‘Regressive Rebellen‘? Männerrechtsgruppen und antifeministische Bedeutungsproduktion in der Türkei“ an. Sie bezog sich insbesondere auf die ideologische Produktion von Männerrechtsgruppen in der Türkei und reflektiert darüber, wie sie eine potenzielle soziale Basis für rechtsextreme Formationen bilden könnten. Dabei stellte sie die Entwicklung der Radikalisierung und politischen Verknüpfung von 2000 bis heute in drei Phasen vor. Es folgte eine lebhafte Diskussion, die von Jessica Hoyer von der OTH R engagiert moderiert wurde. Ziel der Veranstaltungsreihe ist es, Aspekte des türkeibezogenen Rechtsextremismus in seinen verschiedenen Facetten sichtbar und besprechbar zu machen.
Antifeminismus - Sommerreihe Overlooked and Concealed: The impact of the ‘Grey Wolves’
Am 28.04.2026 fand in der online Sommerreihe zur extremen Rechten mit Türkeibezug die dritte Veranstaltung statt.
