Vertreter*innen der HVL Bergen sorgten für eine herzliche Begrüßung und ein abwechslungsreiches Programm in der norwegischen Küstenstadt. Die Mitarbeiterinnen der OTH Regensburg konnten sich in mehreren Lehrveranstaltungen, Meetings und Diskussionsrunden ein Bild der innovativen Unterrichtsmethoden und der modernen Ausstattung an Norwegens Hochschulen verschaffen. Eine Hochschulführung, ein Besuch im VAR-Lab, eine Zusammenkunft im Research Center waren Teil des umfangreichen Programmes, das organisiert worden war. Vielfältige Unterschiede der nationalen Standards in Hebammenausbildung, Lehre und Forschung konnten identifiziert werden.
Bei einem Besuch am größten geburtshilfliches Krankenhaus der Region West Norwegen, der Womens Clinic Helse Bergen, mit 4500 Geburten jährlich, konnten im Gespräch mit einer leitenden Hebamme und dem Chefarzt der Geburtshilfe wichtige medizinische Fakten ausgetauscht und Einblicke gewonnen werden. Eine hebammengeleitete Geburtshilfe ist dort ebenso Teil der Konzeption, wie eine gezielte Risikoselektion im Sinne der Gebärenden. Auch hier besteht Offenheit für Austausch in der Praxis.
In Zukunft ist im Rahmen der Internationalisierung eine Vernetzung und Kooperation zwischen HVL und OTH angedacht, sodass Studierende der Hebammenkunde Gelegenheit erhalten könnten, Bergen zu besuchen und einen Einblick in die norwegische Lehre und die Hebammenarbeit im Kliniksystem kennen zu lernen.
Das Interesse, gemeinsam die Forschung in den Hebammenwissenschaften voranzubringen war auf beiden Seiten spürbar. Mehrere Research-Themen sind in Zusammenarbeit angedacht.
Themengebiete der Planetary Health konnten am Campus Sogndal mit zwei dort lehrenden deutschen Experten aus dem Klimaforschungszentrum Potsdam, Prof. Dr. Valeria Schwanitz und Prof. Dr. August Wierling, in mehreren Lehrveranstaltungen und einem „walk and talk“ vertieft werden.
Lena Terlouw und Solveig Groß konnten im Rahmen des Artemis Programms nachhaltige Kontakte knüpfen und herzliche Begegnungen in Bergen erleben. Die überwältigende Natur von Norwegens Fjorden ergänzte den Austausch in wunderbarer Art und Weise.