Am 21.04. stellte Dr. Christin Pschichholz ihre Analyse zum Genozid an den Armenier:innen und gesellschaftliche Bearbeitungsweisen in der Türkei und in Deutschland vor. Während Initiativen in Deutschland bereits transnationale Formen des Erinnerns praktizierten, sahen sie sich gleichzeitig konfrontiert mit Indifferenz, die auch nach der Armenineresolution des Deutschen Bundestags 2016 keinem Wandel unterlag, so Pschichholz. Dr. Murat Arpaci schloss mit einer Analyse der Wissenschaftsfreiheit in der Türkei an und führte eindrücklich vor Augen, wie Forschende mit Repressalien, Konformitätsdruck und Geschichtsrevisionismus umzugehen versuchen. Moderiert wurde das Gespräch von Rabia Kökten.
Ziel der Veranstaltungsreihe ist es, Aspekte des türkeibezogenen Rechtsextremismus in seinen verschiedenen Facetten sichtbar und besprechbar zu machen. Der Forschungsverbund ForGeRex wird gefördert durch das Bayerische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst.
