Das neue Mobilitätsfenster im 8. Semester des Studiengangs Hebammenkunde eröffnet Studierenden erstmals die Möglichkeit, ein Praktikum im Ausland zu absolvieren. Diese Chance nutzen aktuell die beiden Studierenden Laura und Leni, die sich erfolgreich auch um ein Stipendium beworben haben. Beide wurden sowohl vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) als auch von der Eckel Stiftung für ihre Auslandsphase ausgewählt und gefördert.
Am 1. März 2026 starteten die beiden ihr Praktikum im St. Walburg Hospital in Nyangao, Tansania. Vor Ort wurden sie von Frau Prof. Groß begrüßt, die bereits seit vielen Jahren als Medical Advisor für die Artemed Stiftung dort tätig ist. Sie stellte die Studierenden dem lokalen Team vor und unterstützte sie in den ersten Tagen bei der Einarbeitung.
Bereits vom ersten Tag an konnten Laura und Leni aktiv im Klinikalltag mitarbeiten und ihre ausgezeichnete Ausbildung unter Beweis stellen. Die Arbeit als Hebamme im ländlichen Tansania ist von besonderen Anforderungen gekennzeichnet. Häufig müssen Hebammen schwerwiegende geburtshilfliche Komplikationen eigenständig und mit stark eingeschränkten Ressourcen bewältigen.
Während ihres dreimonatigen Aufenthalts werden die beiden Studierenden außerdem ihre Bachelorarbeit vor Ort verfassen. Ihr Forschungsschwerpunkt liegt auf der Präeklampsie – einer Schwangerschaftskomplikation, die unbehandelt zur Eklampsie führen kann. Eklampsie zählt weltweit zu den zweithäufigsten Ursachen mütterlicher Todesfälle. Eine frühzeitige Diagnose und adäquate Behandlung der Präeklampsie können entscheidend dazu beitragen, das Leben von Mutter und Kind zu retten. Gut ausgebildetes geburtshilfliches Personal und umfangreiches Wissen über diese Schwangerschaftserkrankung sind daher Schlüsselfaktoren.
Mit ihrem Einsatz leisten Laura und Leni nicht nur einen wichtigen Beitrag zur medizinischen Versorgung vor Ort, sondern sammeln zugleich wertvolle internationale Erfahrungen für ihre zukünftige Tätigkeit als Hebammen.


