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Soziale Arbeit

Kooperation Kulturbuddies: Neues entdecken und Teilhabe schaffen

Studierende der OTH Regensburg und Menschen mit Fluchtgeschichte gestalten gemeinsam Projekte und verwirklichen kulturelle Erlebnisse.

Im Rahmen ihres Seminars „Kultur für alle: Kooperationsprojekt Kulturbuddies“ gestalten Studierende des Studiengangs Soziale Arbeit unter der Leitung von Maike Berndt-Zürner gemeinsam mit Teilnehmenden des Vereins Campus Asyl eigene Kulturaktionen und -projekte in Regensburg Mit Beginn des Wintersemesters 2026/27 geht die Kooperation bereits in die fünfte Runde.

Was machen Kulturbuddies?

Häufig stehen einem Kulturbesuch, etwa für die Bewohnenden sozialer Einrichtungen, zahlreiche Zugangsbarrieren entgegen. Diese können finanzieller Art sein, die Mobilität, die Ansprache, die Sprache oder auch die Information betreffen. „Kulturbuddies“ besuchen mit Einzelpersonen oder Gruppen Veranstaltungen im Kultur- und Freizeitbereich, um durch die gemeinsamen kulturellen Erlebnisse mehr Möglichkeiten der Teilhabe am kulturellen Leben der Stadt zu schaffen. Im Seminar sind die Kulturbuddies Studierende der Sozialen Arbeit der OTH Regensburg sowie Teilnehmende von Campus Asyl e.V..

Teilhabe im Zentrum der Kulturbuddies

Gerade die Teilhabe an der Stadtkultur und ihren Kultureinrichtungen schafft ein Gefühl von Zugehörigkeit und Empathie, sie kann den kritischen Diskurs, gesellschaftlichen Zusammenhalt und nicht zuletzt die Demokratie fördern.

Zwei Semester voller Wirkung

Das Seminar erstreckt sich über zwei Semester. Im ersten Teil steht die theoretische Auseinandersetzung mit Fragen zu Teilhabe und Menschenrechten, mit migrationspädagogischen Ansätzen sowie mit projektplanerischen Inhalten. Es werden etwa kritisch Schlagworte wie „Leitkultur“, die Problematiken kultureller Zuschreibungen sowie auch die eigene Motivation, Absichten und Privilegien bei der Umsetzung von Kulturprojekten diskutiert.

Im zweiten Teil werden von den Studierenden in Kooperation mit Campus Asyl und weiteren Partnerinnen Besuche kultureller Veranstaltungen wie beispielsweise eines Straßenmusikfestivals, einer Kunstausstellung, eines Konzerts sowie eigene kreative Aktionen gemeinsam geplant und vorbereitet bzw. umgesetzt.

Zahlreiche verwirklichte Kulturprojekte

Die Projekte der Kulturbuddies sind vielfältig: sie entwickelten beispielsweise eine eigene Stadtführung, bei der sowohl die Studierenden als auch die Teilnehmenden von Campus Asyl sich gegenseitig mit viel Engagement und Spaß ihre Lieblingsorte vorstellten und wodurch für alle neue Perspektiven auf Regensburg entstanden. Weitere Projekte waren ein gemeinsamer Stand am alteingesessenen Regensburger Flohmarkt am Protzenweiher, der auf viel Interesse stieß, oder theaterpädagogische Workshops im Sprachcafé mit Theaterführung im Staatstheater Regensburg.

Die Kulturbuddies durften im Rahmen einer organisierten Führung durch das Staatstheater Regensburg einen Blick in die Theater-Herrenschneiderei werfen. Foto: Maike Berndt-Zürner
Die Studierenden gestalteten eine Stadtführung, bei welcher die Teilnehmenden ihren Regensburger Lieblingsort präsentieren durften. Foto: Cosima Giehler
Im Rahmen der Regensburger Stadtführung wurde den Kulturbuddies die Stadt aus neuen Blickwinkeln gezeigt. Foto: Cosima Giehler