Zum Abschluss wurden die Projekterfahrungen gemeinsam mit den anwesenden Vertreter:innen aus den Praxiseinrichtungen mittels der Fishbowl-Methode reflektiert. Bei dieser Methode diskutiert eine kleinere Gruppe im Innenkreis aktiv zu einer Fragestellung, während die übrigen Teilnehmenden im Außenkreis zuhören und sich bei Bedarf über einen freien Stuhl in der Mitte einbringen können. Dadurch entsteht ein strukturierter Austausch, bei dem unterschiedliche Perspektiven sichtbar werden.
Die Veranstaltung war in vier Gesprächsrunden gegliedert. In der ersten Runde ging es darum, was die Studierenden aus der Arbeit an ihren Projekten gelernt haben. Dabei wurden vor allem Flexibilität, Anpassungsfähigkeit, Durchsetzungsvermögen und ein bewusster Perspektivenwechsel genannt. Deutlich wurde, dass Projektarbeit nicht nur fachliche und methodische Kompetenzen stärkt, sondern auch die eigene Rolle als angehende Sozialarbeiter:innen und Sozialpädagog:innen weiterentwickelt.
In der zweiten Gesprächsrunde wurden Erfahrungen gesammelt, die zukünftigen Studierenden mitgegeben werden können. Besonders wichtig erschienen eine gute Grundplanung, passende Rahmenbedingungen und eine flexible Haltung. Gleichzeitig wurde betont, dass Fehler im Projektverlauf erlaubt sind und als Lernchancen genutzt werden können. Aufgetretene Schwierigkeiten sollten nicht entmutigen, sondern als Teil des Projektprozesses verstanden werden.
Die dritte Gesprächsrunde beschäftigte sich mit den Chancen der Projekte für die Praxiseinrichtungen. Die Projekte der Studierenden können Themen sichtbar machen, die im Arbeitsalltag oft zu kurz kommen, und neue Impulse für die Weiterentwicklung der Einrichtungen geben. Außerdem können Ergebnisse weiterverwendet werden, zum Beispiel für weitere Gespräche, kleinere Workshops oder die zukünftige Planung von Angeboten in den Einrichtungen.
In der vierten Runde wurden konkret Herausforderungen und Lösungen besprochen. Genannt wurden hier vor allem zeitliche Engpässe, Kommunikationsprozesse, Terminabsprachen und unvorhersehbare Entwicklungen. Als hilfreich wurden klare Absprachen, gutes Zeitmanagement, Flexibilität und individuelle Lösungsansätze beschrieben.
Die Abschlussreflexion zeigte, dass die Projekte einen zentralen Baustein zur Verbindung von Theorie und Praxis leisten. Die Studierenden konnten fachliche Methoden praktisch anwenden, ihre professionelle Rolle reflektieren und gleichzeitig konkrete Impulse für die beteiligten Praxiseinrichtungen entwickeln.