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Online-Vortagsreihe des Projekt-RETRA

Online-Vortragsreihe: Übersehen und Verschwiegen. Das Wirken der “Grauen Wölfe“

Online Lecture Series: Overlooked and Concealed. The Impact of the 'Grey Wolves'

(German below)

Time: Tuesdays, 6 p.m. - 7:30 p.m.
Period: April 14 - June 30 2026
Download the program here.

 

Transnational forms of far-right extremism…

…are not new phenomena, yet they have received little attention to date. Who is aware that the so-called ‘Grey Wolves’ constitute the second largest far-right group in Germany? When their organisations are discussed, portrayals often center on their historical narratives and a selection of symbols. How these groups have evolved, which issues currently shape them, and how contemporary political developments influence them remain scarcely researched.

The online lecture series aims to draw attention to these issues. Scholars working on various facets of far-right extremism present their latest findings, each with a national focus on either the German speaking world or Turkey. Both contexts will be addressed in every lecture. Discussions will examine the global impact of anti-Kurdish and anti-Armenian racism-phenomena that are often perceived as primarily located in Turkey rather than recognized as relevant in Germany. Antisemitism and antifeminism, by contrast, function as bridging ideologies that enable points of connection and foster noteworthy alliances. The Ülkücü movement also employs these ideologies with considerable flexibility.

The remembrance of far-right violence will be explored through a comparison of two acts of terror from 1993: Sivas and Solingen. Both attacks have become deeply embedded in the collective memory of victimized communities across national borders. Finally, we ask what role political parties and newer forms of nationalism play among young people. Given the significant rise in the interconnection of religion with the Ülkücü movement, we also address this aspect through a discussion of Islamism and the Austrian perspective. The series additionally raises questions relevant to peace and conflict studies, including the aim of discussing countermeasures.

The final session offers insights into the current status of our research, which is integrated into the interdisciplinary association ForGeRex – the Research Association for Contemporary Analysis, Remembrance Practices, and Counterstrategies for Right-Wing Extremism in Bavaria. Nine subprojects investigate the manifestations, ideologies, and strategies of far-right actors on the one hand and effective counterstrategies on the other. The association is funded by the Bavarian State Ministry of Science and the Arts.

 

REGISTRATION

Participation is free of charge. Registration is required separately for each event. Please register at least 3 days before the events you are interested in by emailing:

projekt-retra(at)oth-regensburg.de  

After organiser approval, you will receive a confirmation email as well as the video conference link shortly before the event.

Organization: Prof. Dr. Martina Ortner, Rabia Kökten, Dr. Murat Arpacı, Ivan Gyokov

 

Online-Vortragsreihe: Übersehen und Verschwiegen. Das Wirken der “Grauen Wölfe“

 

Immer dienstags von 18 Uhr – 19:30 Uhr

zwischen 14.04.26 – 30.06.2026.

Hier geht es zum Programmdownload.

 

Transnationale Formen des Rechtsextremismus…

…sind kein neues Phänomen, aber bislang wenig beachtet. Wer weiß, dass die sog. „Grauen Wölfe“ die zweitgrößte extrem rechte Gruppe in Deutschland sind? Wird über deren Organisationen gesprochen, wieder-holen sich oft die Darstellungen von ihren Geschichtsbildern und einer Auswahl von Symbolen. Wie sich diese Gruppen weiterentwickelt haben, welche Themen relevant sind, welche Einflüsse die aktuellen politischen Entwicklungen haben, ist kaum erforscht.

Mit der Online-Vortragsreihe soll auf diese Themen aufmerksam gemacht werden. Wissenschaftler:innen, die sich mit den verschiedenen Facetten des Rechts-extremismus beschäftigen, stellen ihre aktuellen Erkenntnisse mit je einem nationalen Fokus deutsch-sprachiger Raum/Türkei vor. Beide Kontexte sollen bei jedem Veranstaltungstermin beleuchtet werden. Diskutiert werden dabei globale Auswirkungen anti-kurdischer und antiarmenischer Rassismen – Phänomene, die gedanklich mehr in der Türkei verortet sein dürften, als sie in Deutschland wahrgenommen werden. Antisemitismus und Antifeminismus sind dagegen Brückenideologien, die anschlussfähig sind und merkenswürdige Allianzen erzeugen. Auch die Ülkücü-Bewegung bedient sich dieser flexibel.

Das Erinnern an extrem rechte Gewalt wird betrachtet im Vergleich zweier Terrortaten von 1993: Sivas und Solingen. Beide Anschläge haben sich in das kollektive Gedächtnis viktimisierter Bevölkerungsgruppen über nationale Grenzen hinaus eingebrannt. Zudem fragen wir, welche Rolle Parteien und neuere Formen von Nationalismen bei jungen Menschen spielen. Da die Verknüpfung von Religion im Zusammenhang mit der Ülkücü-Bewegung erheblich an Einfluss gewonnen hat, widmen wir uns auch diesem Aspekt mit der Diskussion um Islamismus und der österreichischen Perspektive. Schließlich stellen wir Fragen an die Friedens- und Konfliktforschung, auch mit dem Ziel, Gegenstrategien zu diskutieren.

Die Vortragsreihe endet mit einer Information über den Stand unserer Forschung, die in den interdisziplinären Verbund ForGeRex – Forschungsverbund für Gegenwartsanalysen, Erinnerungspraxis und Gegenstrategien zum Rechtsextremismus in Bayern eingebunden ist. Neun Teilprojekte untersuchen Erscheinungsformen, Ideologien und Strategien extrem rechter Akteur:innen auf der einen und wirksame Gegenstrategien auf der anderen Seite. Gefördert wird der Verbund vom Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst. 

 

ANMELDUNG

Die Teilnahme ist kostenlos. Eine Anmeldung ist für jede Veranstaltung einzeln erforderlich. Bitte melden Sie sich mindestens 3 Tage vor den Veranstaltungen, die Sie interessieren, per E-Mail an: projekt-retra(at)oth-regensburg.de

Nach Zusage durch die Veranstaltenden erhalten Sie per E-Mail eine Anmeldebestätigung so-wie kurz vor der Veranstaltung den Zugangslink zur Videokonferenz.

Organisiert von Prof. Dr. Martina Ortner, Rabia Kökten, Dr. Murat Arpacı, Ivan Gyokov.