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Narrative Schmerzedukation
Was ist narrative Schmerzedukation?
Schmerzedukation ist eine Therapieform in der Physiotherapie zur Aufklärung über die komplexen Vorgänge bei Schmerz bei neuromuskuloskelettalen Erkrankungen mit dem Ziel ein Verständnis für Schmerzmechanismen, ihre biopsychosozialen Einflüsse und mögliche Strategien zur Selbstwirksamkeit zur vermitteln.
Voraussetzung dafür, dass Therapeut*innen Schmerz erklären können, ist, dass sie sich selbst mit Schmerz gut auskennen.
In den USA wird Schmerzedukation erfolgreich mit der Hilfe von Grafiken und Metaphern umgesetzt. Das Labor Physiotherapie entwickelt und testet Narrative, die an die Lebenswelten und Versorgungskontexte von Patient*innen in Deutschland angepasst sind.
Gerne stellen wir die Narrative zur Verfügung. Diese Seite ist work in progress, wir entwickeln, testen verändern und stellen hier zeitnah immer den aktuellen Stand zusammen.
Schmerznarrative für die Therapie
Bei Nutzung unserer Geschichten würden wir uns über Ihr Feedback freuen!
Wir möchten unser Angebot an Geschichten für die narrative Schmerzedukation kontinuierlich erweitern und die bereits vorhandenen Materialien fortlaufend verbessern. Dabei sind wir auf die Erfahrungen und Einschätzungen derjenigen angewiesen, die unsere Geschichten in der Praxis einsetzen.
Ihre Rückmeldung hilft uns dabei, die Verständlichkeit, die inhaltliche Gestaltung und die praktische Anwendbarkeit der Geschichten weiterzuentwickeln. Wir freuen uns daher sehr, wenn Sie sich ein paar Minuten Zeit nehmen und uns über den folgenden Fragebogen von Ihren Erfahrungen berichten.
Hier gehts zum Fragebogen!
Vielen Dank für Ihre Unterstützung!
Unsere Schmerzgeschichten
Anleitungsvideo unserer Studierenden zur narrativen Schmerzedukation
Welche Arten von Schmerzen gibt es?
Schmerzklassifikation
Schmerz ist nicht gleich Schmerz: Ähnliche Beschwerden können durch unterschiedliche Mechanismen geprägt sein. Grundsätzlich wird zwischen nozizeptiven, neuropathischen und noziplastischen Schmerzmechanismen unterschieden. Eine mechanismenorientierte Klassifikation hilft dabei, die Angaben der Patientinnen und Patienten sowie die klinischen Befunde systematisch einzuordnen. Sie unterstützt therapeutische Fachpersonen dabei, mögliche Einflussfaktoren besser zu verstehen, therapeutische Schwerpunkte nachvollziehbar festzulegen und den Betroffenen die Entstehung und Aufrechterhaltung ihrer Schmerzen verständlich zu erklären.
Die dargestellte Entscheidungshilfe orientiert sich am schrittweisen Vorgehen des internationalen und multidisziplinären Low Back Pain Phenotyping Consortiums (BACPAP). Dabei werden zunächst Hinweise auf einen überwiegend nozizeptiven oder neuropathischen Mechanismus geprüft. Erklären diese die Beschwerden nicht ausreichend, werden unter anderem die Schmerzverteilung, klinisch oder anamnestisch feststellbare Überempfindlichkeiten sowie häufig begleitende Symptome berücksichtigt, um Hinweise auf einen möglichen oder wahrscheinlichen noziplastischen Schmerzmechanismus zu erfassen.
Die Klassifikation ist als strukturierende Orientierungshilfe zu verstehen. Schmerzmechanismen können sich überschneiden und bei einer Person gleichzeitig auftreten. Die Einordnung ersetzt daher weder eine umfassende Anamnese und klinische Untersuchung noch eine medizinische Diagnostik. Zudem wurden die BACPAP-Empfehlungen speziell für Menschen mit Rückenschmerzen entwickelt. Eine Übertragung auf andere Schmerzbilder sollte daher kritisch erfolgen.
Schwerzedukation - Wissenschaft
Aktuelle Evidenz weist auf einen Effekt von PNE hin. Allerdings ist die die Heterogenität der Studien und der eingesetzten Schmerzedukationen sehr groß und sowohl die Qualität der Reviews als auch der meisten Studien moderat oder schlecht. Auch ist unklar, wie Schmerzedukation am besten umgesetzt wird. Wie viel Edukation es braucht, liegt dabei zu einem großen Anteil am angestrebten Outcome und an der Einbindung in weitere Therapien. Es fehlt bisher an Standardisierung sowie Anpassung an Kultur und Bildungsstand.